01.12.2003 | Schwerpunkt Rettungskette
Management in der Behandlung von Patienten nach Einsatz biologischer Agenzien
Erschienen in: Notfall + Rettungsmedizin | Ausgabe 8/2003
Einloggen, um Zugang zu erhaltenZusammenfassung
Die Entwicklung des internationalen Terrorismus lässt befürchten, dass Terroristen auch vor dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen wie biologischen (B) Agenzien nicht zurückschrecken werden. Die Ausbringung von B-Agenzien kann als Aerosol oder durch Kontamination von Nahrungsmitteln und Getränken erfolgen. Durch die Vielzahl von B-Agenzien und die unterschiedlichen Infektionswege können sehr verschiedene Krankheitsbilder entstehen. Natürliche Infektionen durch potenzielle B-Agenzien sind in Deutschland—mit Ausnahme von Salmonelleninfektionen und Q-Fieber—selten und meist aus fernen Ländern importiert. Wesentlich ist, diese Erkrankungen in die Differenzialdiagnose einzuschließen und frühzeitig bei Verdachtsfällen Kontakt mit den Gesundheitsbehörden aufzunehmen. Nur durch Meldedisziplin und koordiniertes Vorgehen kann auf einen terroristischen Anschlag effizient reagiert werden.
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