01.12.2011 | Empfehlungen
Empfehlungen für die Durchführung des motorischen Assessments der unteren Extremität zur ICF-basierten Verlaufsbeurteilung der Mobilität in der stationären geriatrischen Rehabilitation
Bericht eines interdisziplinären Konsensusprozesses
Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | Ausgabe 6/2011
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Aufgrund steigender Nachfrage nach geriatrischen Rehabilitationsleistungen zwingen begrenzte Ressourcen zu objektiven und transparenten Allokationsentscheidungen. Ziel einer interdisziplinären Konsensusgruppe war die kritische Evaluierung der gängigen motorischen Assessmentverfahren der unteren Extremität und die Empfehlung geeigneter motorischer Tests zur Verlaufsbeurteilung der Mobilität in der stationären geriatrischen Rehabilitation. Die motorischen Domänen Stehen, Gehen, Gehen mit Zusatzaufgabe, Sitz-Stand-Transfer, Liegen-Sitz-Stand-Transfer vom Bett und Treppensteigen wurden zur Beurteilung der motorischen Leistungsfähigkeit der unteren Extremität und zur Formulierung von Zielen in einem motorischen Assessment empfohlen. Da nicht für alle Domänen spezifische und ausreichend validierte Testverfahren vorliegen, wurde ein künftiger Handlungsbedarf aufgezeigt. Neben einer standardisierten Erfassung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Kapazität) ist die mobilitätsbezogene Aktivität und Teilhabe im Sinne der International Classification of Functioning, Disability, and Health (ICF) in Zukunft verstärkt miteinzubeziehen. Am Körper getragene Sensoren stellen hierbei eine vielversprechende Perspektive dar, um den Verlauf der Rehabilitation zu objektivieren.
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