01.10.2003 | Kasuistiken
Unterkühlung
Erschienen in: Notfall + Rettungsmedizin | Ausgabe 6/2003
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Die vorliegende Kasuistik beschreibt den Fall einer Patientin, die unbekleidet bei einer Außentemperatur von −12°C auf einem zugefrorenen See aufgefunden wurde. Nach Einlieferung in die Notaufnahme kam es zu Kammerflimmern mit Herzkreislaufstillstand, sodass unverzüglich eine Reanimation eingeleitet wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Patientin eine rektale Körpertemperatur von 26°C. Daraufhin wurde die Patientin in das naheliegende Herzzentrum gebracht und dort an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und erwärmt. Neben der Versorgung am Notfallort und in der Notaufnahme wird nachfolgend der intra- und postoperative Verlauf beschrieben.
Die spezielle Behandlung von ausgekühlten Patienten muss den Mitarbeitern im Rettungsdienst bekannt sein. Die Erwärmung mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine ist die effektivste Behandlungsmethode, steht diese nicht zur Verfügung, müssen alternative Methoden angewendet werden. Eine begonnene Reanimation bei einem unterkühlten Patienten sollte erst abgebrochen werden, wenn der Patient erwärmt ist, dieses gilt um so mehr, je jünger der Patient ist.
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