Zusammenfassung
Von einer Sozialen Angststörung spricht man, wenn die Angst so stark wird, dass die Person dauerhaft hierunter leidet und in ihrem beruflichen und sozialen Leben erheblich beeinträchtigt ist. Hauptmerkmal der Sozialen Angststörung ist die Erwartung, dass in sozialen Situationen inadäquates Verhalten oder körperliche Anzeichen für Nervosität auftreten und diese von anderen wahrgenommen und als peinlich bewertet werden. Aufgrund der starken Angst werden die sozialen Situationen vermieden. Auf der Grundlage empirischer Befunde empfehlen zahlreiche Leitlinien eine individuelle kognitive Verhaltenstherapie (KVT), wie hier dargestellt, als Erstlinienbehandlung, während SSRI und SNRI aufgrund häufiger Nebenwirkungen und fehlender Evidenz für eine langfristige Wirksamkeit als Zweitlinienbehandlung eingestuft werden.