01.04.2016 | PflegeMarkt
Diabetischer Fuß
Mangelndes Krankheitsgefühl
Erschienen in: Heilberufe | Ausgabe 4/2016
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_ Patienten mit diabetischem Fußsyndrom spüren oft weder Druck noch Wunde und stellen damit keine Verbindung zwischen dem geschädigten Bein und sich selbst her. Etwa 20% der Diabetiker erleiden im Verlauf ihrer Erkrankung ein Diabetisches Fußsyndrom (DFS). Trotz schlechter Aussichten, sind die Patient oftmals nur schlecht zur Mitarbeit zu motivieren. „Sie nehmen die Schwere ihres Defekts nicht wahr“, erklärt Anita Mysor, Wundmanagerin in Krefeld und Berlin. „Dessen muss sich der Therapeut bewusst sein und das macht die Therapie so schwer.“ Wichtig in der Betreuung des Diabetespatienten sind die frühe Diagnostik und Prävention sowie die Schulung. Wie bei allen chronischen Wunden ist auch beim diabetischen Fußulkus die feuchte Wundbehandlung der trockenen Wundversorgung vorzuziehen. Allerdings, so Mysor, gebe es keine Leitlinie, wann was anzuwenden ist, daher ist die Entscheidung häufig von der persönlichen Erfahrung und Intuition geprägt. Bei komplexen Wundsituationen hat sich die Unterdrucktherapie in Form von computerassistierten vakuumgestützten Systemen als Standard durchgesetzt. Moderne Wundversorgung in einem interdisziplinären Netzwerk kann — mit Geduld und Verständnis für die Betroffenen — die Therapie des DFS wesentlich verbessern. …Anzeige