HA ist ein Neurotransmitter und lokaler Mediator. HA vermittelt seine Wirkungen über H1-4R. HA wird aus Mastzellen freigesetzt und löst über den H1R Ödeme, Urtikaria, Erytheme und Juckreiz aus. Die Mastzelldegranulation wird effektiv über den β2AR gehemmt. An Parietalzellen aktiviert der H2R die Protonensekretion. Der H2R hat eine hemmende Wirkung auf myeloische Zellen. Im ZNS wird über den H1R und den H3R der Wachheitszustand reguliert. Der H4R vermittelt Juckreiz und die Aktivierung eosinophiler Granulozyten. ZNS-gängige H1R-Antagonisten der 1. Generation werden als Hypnotika, in der Prämedikation, bei schweren Typ-I-Allergien und starkem Juckreiz, Kinetosen sowie Schwangerschaftserbrechen eingesetzt. Wichtigste UAW ist die Sedation. H1R-Antagonisten der 2. Generation sind weniger ZNS-gängig und werden gegen Urtikaria, Konjunktivitis und Rhinitis bei Typ-I-Allergien eingesetzt. H2R-Antagonisten finden in der Therapie von GERD sowie PUD Anwendung, sind jedoch weitgehend von PPI abgelöst worden. HA wird bei akuter myeloischer Leukämie als Immunmodulator eingesetzt, H3R-Antagonisten bei Narkolepsie.