01.06.2012 | Beiträge zum Themenschwerpunkt
Effekte körperlicher Aktivität und körperlichen Trainings auf den psychischen Status bei älteren Menschen mit und ohne kognitive Schädigung
Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | Ausgabe 4/2012
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Sturzangst und Depressionen im Alter und bei Menschen mit kognitiver Einschränkung führen zu verminderter Lebensqualität. Körperliche Aktivität ist in repräsentativen Quer- und Längsschnittstudien mit einer verbesserten mentalen Gesundheit assoziiert. Dies gilt vor allem für Depressionen. Der Nachweis eines Zusammenhangs hinsichtlich der Sturzangst ist allerdings mangelhaft untersucht. Die vorliegende Übersichtsarbeit fasst den derzeitigen Stand epidemiologischer und randomisierter kontrollierter Studien (RCTs) zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsperspektiven. Die Mehrzahl der Studien belegt eine signifikante Reduktion von Depression und Sturzangst durch körperliches Training bei älteren Menschen, jedoch mit unzureichender Evidenz für kognitiv eingeschränkte Personen. Empfehlungen in Bezug auf Intensität, Dauer und Umfang des Trainings können aufgrund der geringen Anzahl an qualitativ hochwertigen vergleichenden RCTs nur eingeschränkt gegeben werden. Zur Reduktion von Depressionen wirkt ein intensives Kraft- oder Ausdauertraining, zur Verringerung der Sturzangst eine Teilnahme an Tai-Chi oder in multifaktoriellen Trainingsprogrammen am effektivsten.
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