01.07.2014 | CMEZertifizierte Fortbildung
Delir
Eine interdisziplinäre Herausforderung
Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | Ausgabe 5/2014
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Das Delir, eine akute Verschlechterung kognitiver Funktionen und der Aufmerksamkeitsfähigkeit, ist die häufigste psychische Störung bei älteren Menschen. Die richtige Diagnose und ein adäquates Management sind für die weitere Gesundheit und Selbstständigkeit der Betroffenen entscheidend. Die Primärprävention dieses komplexen, potenziell lebensgefährlichen Problems umfasst das Erkennen der Risikopatienten, Vermeiden von Umgebungsstress und kausalen Faktoren, wie z. B. anticholinerge Medikamente, insbesondere bei kognitiv bereits kompromittierten Patienten, sowie ein rechtzeitiges Reagieren auf Prodromalsymptome. Eine kausale Therapie, d. h. die Behandlung der auslösenden Erkrankung und Beseitigung der mitverursachenden Situation, ist unumgänglich. Sie wird begleitet durch pflegerische und milieutherapeutische Maßnahmen sowie bei Bedarf durch eine antipsychotische und/oder sedierende symptomatische Therapie.
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