01.12.2003 | Schwerpunkt Rettungskette
Das Krankenhaus als Notfallort
Räumung und Evakuierung bei klinikinternen Notfallsituationen
Erschienen in: Notfall + Rettungsmedizin | Ausgabe 8/2003
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Brände, Sprengstofffunde, Überschwemmungen oder der Ausfall von Ressourcen haben in den letzten Jahren mehrfach unter Beweis gestellt, wie schnell Krankenhäuser von Räumungen oder Evakuierungen betroffen sein können. Der Begriff der „Räumung“ bezeichnet hierbei das ungeplante und kurzfristige Verlassen eines Gebiets bei akuter Gefahr. Der Begriff „Evakuierung“ bezeichnet dagegen die organisierte Verlegung von Menschen aus einem akut gefährdeten in ein sicheres Gebiet, wo sie vorübergehend untergebracht, verpflegt und betreut werden. So haben Räumungsmaßnahmen bei Bränden in Krankenhäusern das primäre Ziel, Betroffene innerhalb einer Ebene in sichere Bereiche zu bringen, um anschließend Brandbekämpfung durchführen zu können. Die Reaktion auf mögliche Schadensereignisse soll verbindlich in einem Krankenhausalarmplan festgelegt sein. Bei einer Räumung oder Evakuierung ist es für die Einsatzleitung wichtig, Informationen über Zeit- und Personalbedarf der Maßnahmen zu haben und diese in die Planung mit einzubeziehen. Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit externen Einsatzkräften, gemeinsame Planungen und Übungen fördern diese Zusammenarbeit.
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