01.04.2012 | Beiträge zum Themenschwerpunkt
Anämie und Eisenmangel in der Geriatrie
Prävalenz, Diagnostik und neue Therapieoptionen
Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | Ausgabe 3/2012
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Die Anämie hat bei geriatrischen Patienten eine hohe Prävalenz. Diese beträgt bis zu 40% je nach untersuchtem Kollektiv. Anämie ist jedoch keine altersassoziierte eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom mit multifaktorieller Genese und hohem Risikopotenzial. Aufgrund ihrer direkten Einflussnahme auf Mortalität, Morbidität und Hospitalisierung ist eine differenzierte Diagnostik zur gezielten Therapieeinleitung von hoher klinischer und ökonomischer Bedeutung. Besonders im Zusammenhang mit chronischer Herzinsuffizienz gilt die Anämie inzwischen als unabhängiger Risikofaktor für Mortalität. Die hohe Prävalenz der Anämie bei chronischer Nierenerkrankung lässt sich heute durch einen kombinierten Mangel an Erythropoetin und Eisen erklären. Der vorliegende Beitrag beruht auf einer Zusammenfassung eines Satellitensymposiums während der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie 2010 in Potsdam. Er enthält eine Übersicht über Prävalenz und Auswirkung der Anämie im Alter und beleuchtet diagnostische Maßnahmen sowie aktuelle therapeutische Optionen.
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