01.04.2012 | Beiträge zum Themenschwerpunkt
Anämie im Alter
Dringlicher Bedarf an einer Leitlinie
Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | Ausgabe 3/2012
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Die Anämie hat im Alter eine hohe Prävalenz: unter selbstständig lebenden Senioren > 20% und unter hospitalisierten geriatrischen Patienten sogar bis zu 40%. Doch sie ist nicht durch das Alter selbst bedingt. Hinsichtlich des nachgewiesenen schlechten Outcomes von älteren Patienten mit einer Anämie ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels das Verständnis um Pathogenese, Auswirkungen und Therapie von großer Bedeutung. Anders als in der Pädiatrie existiert bis heute in Deutschland keine Leitlinie zu Diagnostik und Therapie der Anämie im höheren Lebensalter. Daher wäre es für Ärzte, die sich der Versorgung älterer Menschen widmen, wichtig, über Orientierungshilfen für ethisch vertretbare und kosteneffektive Diagnostik- und Therapieoptionen zu verfügen. Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung sollen zur Formulierung einer solchen Leitlinie in Deutschland Anstoß geben.
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